Sulpicia — Gesamtausgabe

Die vollständige Sulpicia — die sechs Elegien aus [Tibull] 3.13–18, die einzige lateinische Liebesdichtung, die uns aus der Hand einer Frau überliefert ist — neu aus dem Lateinischen übersetzt, mit dem lateinischen Text jedem Gedicht gegenübergestellt. Ein Glossar jedes Namens und Begriffs steht daneben, und die gesamte Ausgabe ist frei zu lesen.

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Was diese Ausgabe unterscheidet

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Aus dem Lateinischen, nicht aus Tibull recycelt.

Wo Sulpicia überhaupt gedruckt wird, läuft sie meist als Anhang zu einer viktorianischen Tibull-Übersetzung mit, ihr Trotz geglättet zur Pose einer männlichen Liebeselegie. Diese Ausgabe übersetzt ihre sechs Gedichte neu aus dem Lateinischen und bewahrt die Härte in ihr: das einleitende Manifest, das sich weigert, die Affäre zu verbergen, das Selbstbewusstsein, würdig gewesen zu sein und mit einem Würdigen zusammen, die Klassenverachtung für die niedrig geborene Rivalin. Wo ihre spätere Syntax sich wirklich verknotet — 3.18 ist ein einziger, sich selbst korrigierender Satz über sechs Zeilen — bewahrt die Übertragung die Schwierigkeit, statt sie zu glätten.

Das Lateinische steht jedem Gedicht gegenüber.

Die elegischen Distichen stehen Zeile für Zeile neben dem Deutschen, sodass Sie genau sehen können, welches Latein zu welchem Deutsch wurde, und die Übertragung selbst beurteilen können — die aufgeladenen Wörter, die sie umkehrt (pudor, fama, die Sprache von Schuld und Sünde), direkt neben der Übersetzung. Eine Ausgabe, die sie nur nachdruckt, kann Ihnen das nicht zeigen; diese hier arbeitete von der Quelle aus und stellt sie auf die Seite.

Die gesamte überlieferte Sulpicia, in ihrer eigenen Reihenfolge.

Alle sechs Elegien, [Tibull] 3.13 bis 3.18, in der von den Handschriften bewahrten Abfolge — das Manifest, die Geburtstagsreise nach Arretium und die Erleichterung, als sie abgesagt wird, die Eifersucht, das Fieber, der verworrene Widerruf — kein einzelnes berühmtes Gedicht aus dem Zyklus herausgelöst. Ihre Musen bleiben die Camenae, ihre Göttin bleibt Cytherea; die Sprecherin bleibt unverkennbar die Frau, die ihre eigene Freude beim Namen nennt.

Ein wissenschaftlicher Apparat, frei zu lesen.

Ein Glossar jedes Namens und wiederkehrenden Begriffs — Cerinthus, Messalla, die Camenae, die pointierte Realie des Wollkorbs und der Toga der Prostituierten —, eine Vorbemerkung, die sie um 20 v. Chr. in Messallas Kreis verortet, und stabile Abschnittsnummern, die sich zitieren lassen, alles generiert aus denselben strukturierten Quelldateien wie die Gedichte. Keine Bezahlschranke, keine Anmeldung: Die vollständige Ausgabe samt Apparat ist frei zu lesen.

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